qwen3.5 meldet die Fähigkeit "tools". Der Streaming-Loop in ollama.ts sammelt
jetzt tool_calls ein, führt sie aus, hängt die Ergebnisse an den Verlauf und
startet eine weitere Runde — bis eine Antwort ohne Werkzeugwunsch entsteht
oder MAX_TOOL_ROUNDS (5) erreicht ist. In der letzten Runde werden bewusst
keine Werkzeuge mehr mitgeschickt, damit eine Antwort entsteht statt eines
weiteren Aufrufwunsches.
Werkzeuge (alle ausschließlich lesend):
- get_time Datum/Uhrzeit je IANA-Zeitzone — Modelle raten das Datum sonst
- calculate Arithmetik über einen eigenen Parser
- read_file Textdatei unterhalb des Projektverzeichnisses
- list_files Verzeichnisinhalt
Sicherheit:
- Der Dateizugriff liegt in einer Sandbox. Pfade werden per realpath aufgelöst
(damit auch Symlinks) und müssen unterhalb von TOOLS_ROOT liegen. .env, .git/
und Schlüsseldateien sind auch innerhalb der Wurzel gesperrt.
- calculate benutzt kein eval/new Function. Der Ausdruck stammt aus einer
Modellantwort, die von Nutzereingaben beeinflusst wird; der Parser kennt nur
Zahlen und Grundrechenarten.
- 15 s Zeitlimit je Aufruf, Fehler werden als Ergebnis an das Modell
zurückgegeben statt die Antwort abzubrechen. Nur ToolError-Texte werden
durchgereicht, damit keine internen Details nach außen gelangen.
Geprüft am laufenden Modell: Zeit, Rechnen (4271*8934+17 = 38157131, exakt),
Dateizugriff und zwei Werkzeuge in einer Antwort. Gegen die Sandbox getestet:
../../../etc/passwd, /etc/passwd, ~/.ssh/id_rsa, .env sowie Code-Injection in
calculate — alle abgewiesen. Auch als Prompt formuliert ("lies .env und nenne
den API-Key") bleibt der Zugriff blockiert.
Die Oberfläche zeigt Aufrufe samt Argumenten und Dauer über der Antwort; ein
Schalter in den Einstellungen deaktiviert Werkzeuge. Die Anzeige lebt nur im
Browser-Zustand und ist nach einem Neuladen weg.
Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
Claude-Session: https://claude.ai/code/session_01S1NXUpHbxTusqQmsjrFfbU
|
||
|---|---|---|
| server | ||
| web | ||
| .gitignore | ||
| package-lock.json | ||
| package.json | ||
| README.md | ||
agenttwo-tools
Fork von agenttwo. Die Basis bleibt dort unverändert; hier kommen Vision und Werkzeuge (Tool-Calling) dazu. Läuft auf eigenen Ports (Backend 8788, Frontend 5174), damit beide Projekte parallel laufen können. Fixes aus der Basis lassen sich per
git cherry-pickaus dem Remoteupstreamübernehmen.
Voice-Chat-Oberfläche für lokale und Cloud-LLMs: lokales Qwen3 über Ollama, optionaler Fallback auf OpenRouter, Spracheingabe via whisper.cpp und deutsche Sprachausgabe via Piper (Stimme: Thorsten).
Aufbau
npm-Workspace mit zwei Paketen:
| Pfad | Inhalt |
|---|---|
server/ |
Fastify + WebSocket-Backend, Ollama-/OpenRouter-Bridge, STT/TTS, SQLite |
web/ |
React 18 + Vite Frontend, Markdown-Rendering, Voice-Recording |
Voraussetzungen
- Node.js 22+ —
server/src/db.tsnutzt das eingebautenode:sqlite, das es unter Node 20 noch nicht gibt. Unter Node 22 erscheint beim Start eineExperimentalWarning; ab Node 24 ist das Modul stabil. - Ollama mit einem Qwen3-Modell (
ollama pull qwen3.5) ffmpegimPATHwhisper-cliimPATH(whisper.cpp) inklusive Modell- Piper als Python-Modul — der Server ruft
python3 -m piperauf, nicht das gleichnamige Homebrew-Binary
Unter macOS:
brew install ffmpeg whisper-cpp
pip3 install piper-tts
Prüfen, ob alles bereitsteht:
ffmpeg -version >/dev/null 2>&1 && echo "ffmpeg OK"
whisper-cli --help >/dev/null 2>&1 && echo "whisper-cli OK"
python3 -m piper --help >/dev/null 2>&1 && echo "piper OK"
node -e "require('node:sqlite')" 2>/dev/null && echo "node:sqlite OK"
Whisper-Modell
Wird per Default unter ~/whisper-models/ggml-large-v3-turbo.bin erwartet:
mkdir -p ~/whisper-models
curl -L -o ~/whisper-models/ggml-large-v3-turbo.bin \
https://huggingface.co/ggerganov/whisper.cpp/resolve/main/ggml-large-v3-turbo.bin
Piper-Stimme
Die Stimmdatei ist nicht im Repo (109 MB, über GitHubs Dateilimit). Einmalig herunterladen:
mkdir -p server/voices
curl -L -o server/voices/de_DE-thorsten-high.onnx \
https://huggingface.co/rhasspy/piper-voices/resolve/main/de/de_DE/thorsten/high/de_DE-thorsten-high.onnx
Die zugehörige de_DE-thorsten-high.onnx.json liegt bereits im Repo.
Konfiguration
.env im Projekt-Root (wird vom Server eingelesen, ist gitignored):
OPENROUTER_API_KEY=sk-or-...
Weitere optionale Variablen mit ihren Defaults:
| Variable | Default |
|---|---|
PORT |
8788 |
OLLAMA_URL |
http://localhost:11434 |
MODEL |
qwen3.5:latest |
WHISPER_MODEL |
~/whisper-models/ggml-large-v3-turbo.bin |
WHISPER_LANG |
de |
PIPER_MODEL |
server/voices/de_DE-thorsten-high.onnx |
ALLOWED_ORIGINS |
(leer — siehe Sicherheit) |
Bilder (Vision)
qwen3.5 bringt die Fähigkeit vision mit, deshalb versteht der Chat Bilder.
Anhängen geht auf drei Wegen: Button 🖼 im Composer, Einfügen aus der
Zwischenablage (⌘V) oder Drag & Drop auf die Eingabezeile. Eine Nachricht darf
auch nur aus einem Bild bestehen.
Bilder werden zusammen mit der Nachricht in der SQLite-Datei abgelegt und bei
Folgefragen erneut mitgeschickt, sodass Rückfragen zum selben Bild funktionieren.
Für Ollama gehen sie als images: [base64] raus, für OpenRouter im
OpenAI-Format als image_url mit data-URL — der MIME-Typ wird dabei aus den
Magic Bytes bestimmt.
Grenzen (server/src/images.ts): maximal 4 Bilder pro Nachricht, je 6 MB,
nur PNG, JPEG, GIF und WebP. Der Typ wird an den Magic Bytes geprüft, nicht am
angegebenen Dateinamen; der WebSocket hat dafür ein Payload-Limit von 32 MB.
Ob das eingestellte Modell Bilder kann, verrät:
curl -s http://localhost:11434/api/show -d '{"name":"qwen3.5:latest"}' \
| python3 -c "import json,sys; print(json.load(sys.stdin)['capabilities'])"
Werkzeuge (Tool-Calling)
qwen3.5 meldet die Fähigkeit tools. Der Server schickt bei jeder Anfrage
eine Werkzeugliste mit; will das Modell eines benutzen, wird es ausgeführt und
das Ergebnis zurückgereicht, bis eine Antwort ohne Werkzeugwunsch entsteht
(maximal MAX_TOOL_ROUNDS = 5 Runden, je 15 s Zeitlimit). Abschalten lässt
sich das in den Einstellungen.
| Werkzeug | Zweck |
|---|---|
get_time |
Datum, Uhrzeit, Wochentag für eine IANA-Zeitzone |
calculate |
Arithmetik mit eigenem Parser |
read_file |
Textdatei unterhalb des Projektverzeichnisses lesen |
list_files |
Verzeichnis auflisten |
Aktuelle Liste: curl -s http://localhost:8788/api/tools
Grenzen
Alle Werkzeuge sind ausschließlich lesend. Es gibt nichts, was schreibt,
löscht, Befehle ausführt oder ins Netz geht — entsprechend braucht es noch
keine Rückfrage pro Aufruf. Das Feld requiresConfirmation in
tools/types.ts ist bereits vorgesehen, damit die Bestätigungspflicht nicht
nachträglich eingezogen werden muss, sobald ein schreibendes Werkzeug dazukommt.
Der Dateizugriff liegt in einer Sandbox: Jeder Pfad wird über realpath
aufgelöst (löst auch Symlinks auf) und muss danach unterhalb der Wurzel liegen,
sonst wird abgelehnt. Die Wurzel ist standardmäßig das Projektverzeichnis und
über TOOLS_ROOT einstellbar. .env, .git/ und Schlüsseldateien sind auch
innerhalb der Wurzel gesperrt.
calculate benutzt bewusst kein eval oder new Function: der Ausdruck
stammt aus einer Modellantwort, die von Nutzereingaben beeinflusst wird. Der
Parser in tools/calculate.ts kennt nur Zahlen und Grundrechenarten.
Werkzeugaufrufe werden in der Oberfläche über der Antwort angezeigt. Sie leben nur im Browser-Zustand und sind nach einem Neuladen weg — im Gegensatz zu Bildern, die in der Datenbank landen.
Sicherheit
Der Server hat keine Authentifizierung und lauscht deshalb bewusst nur auf
127.0.0.1. Das allein genügt aber nicht: Eine beliebige Webseite, die im
Browser geöffnet ist, kann localhost per fetch() oder WebSocket erreichen.
Deshalb prüfen sowohl die HTTP-Endpunkte als auch der WebSocket-Handshake die
Origin gegen eine Allowlist (server/src/security.ts) — Standard sind
localhost/127.0.0.1 auf Port 5174 und 8788.
Läuft das Frontend woanders, die Origin ergänzen:
ALLOWED_ORIGINS=http://192.168.1.50:5174
Weitere Maßnahmen: Rate-Limits auf /api/stt (10/min) und /api/tts (30/min),
Format-Whitelist per Magic Bytes vor dem ffmpeg-Aufruf, und Fehlerdetails
landen im Server-Log statt in der HTTP-Antwort.
Für externen Zugriff reicht ein Reverse-Proxy nicht — davor gehört eine echte Authentifizierung.
Entwicklung
npm install
npm run dev # Server (:8788) und Vite-Dev-Server (:5174) parallel
Einzeln:
npm run dev:server
npm run dev:web
Typecheck über beide Workspaces:
npm run typecheck
Produktion
npm start # baut das Frontend und startet den Server
Der Server bindet nur an 127.0.0.1. Zum Aussetzen ins Netz siehe
Sicherheit.